Schiedsrichter
Fünf Jahre nach der letzten Überarbeitung der Handballregeln treten zum 01.07.2010 neue Regeln in Kraft. So umfassend wie die Regeländerungen damals waren – u.a. „schnelle Mitte“ - fallen sie dieses Mal allerdings nicht aus. Mit den jetzigen Veränderungen wurden viele Regeltexte redaktionell überarbeitet, was wenig spürbare Einwirkungen auf das Spiel haben wird. Doch gibt es auch Anpassungen, die u.a. die Sicherheit erhöhen sollen. So ist ein Torhüter, der bei einem Gegenstoß der gegnerischen Mannschaft seinen Torraum verlässt um den langen Pass abzufangen, alleine in der Verantwortung, dass keine gesundheitsgefährdende Situation entsteht. Kommt es in solch einem Falle zu einem Zusammenstoß zwischen dem Gegenstoß laufenden Spieler und dem Torwart, ist letzterer zu disqualifizieren.
Trifft ein Spieler bei direkter Freiwurfausführung den Kopf eines sich nicht bewegenden Abwehrspielers führt dies jetzt zu einer Disqualifikation des werfenden Spielers. Bisher gab es eine solche Regelung nur bei einem 7m-Wurf.
Ein Ausschluss bei einer Tätlichkeit während der Spielzeit führte bisher dazu, dass die Mannschaft für den Rest der Spielzeit mit einem Spieler weniger spielen durfte. Ein gleiches Vergehen wird jetzt mit einer Disqualifikation und anschließender Sperre bestraft, mit der Konsequenz, dass die Mannschaft nach 2 Minuten ergänzen darf.
Hinzu kommen kleinere Veränderungen wie beispielsweise das Einführen einer so genannten Coachingzone für den Trainer und das offizielle Wiedereinführen der Funktion des Mannschaftsführers. In Summe bleibt festzustellen, dass die Auswirkungen eher klein sind. Dies ist auch mehr als konsequent, denn der Handballsport hat sich in den letzten Jahren sehr positiv zu einer äußerst dynamischen, attraktiven Sportart entwickelt, was durch Regelveränderungen jetzt keinesfalls gebremst werden soll.
Innerhalb unseres Vereins bauen wir zurzeit auf 10 Schiedsrichter. Unter Ihnen sind 4 sehr junge Kolleginnen und Kollegen, sowie einige „Alt-Gediente“. Nachwuchs würde auch uns gut tun. Daher komme ich auch in diesem Jahr nicht ohne den üblichen Aufruf aus: Wer sich eine solche Aufgabe zutraut und dem Amt des Schiedsrichters etwas abgewinnen kann, ist herzlich und gerne willkommen.
Ich würde mich sehr freuen, möglichst viele Zuschauer, Freunde und Gönner des Handballsports in der Wonnegauhalle zu treffen und verbleibe mit einem „Gut Pfiff“
Ralph Müller


