Das in der abgelaufenen Saison manches Spiel alles andere als Pille-Palle war, das interessierte am Sonntag Abend niemanden in der gut gefüllten Wonnegauhalle. Denn die jungen TGO-Damen (im Schnitte ist auch Jolita erst 24 :wink:) haben mit einem 36:28 Heimerfolg gegen die HSV Rhein-Nette nach drei Jahren Oberliga den Aufstieg in die Regionalliga geschafft.
Die Gäste aus dem Rheinland waren über weite Strecken ein ebenbürtiger Gegner und lagen in der ersten Halbzeit selbst 11:14 in Front. Da merkte man den TGO-Damen deutlich die Nervosität und Anspannung an, die sich in den letzten Tagen und Wochen angestaut hatte. Bis zur Pause konnten sie das Blatt aber wenden und selbst 18:16 in Führung gehen. Zu Beginn der zweiten Hälfte setzten die konditionell überlegenen Gastgeberinnen diesen Zwischenspurt fort und bauten die Führung auf ein dann beruhigenderes Polster aus. Die Mannschaft aus Andernach gab zwar auch weiterhin alles, konnte der TGO, die noch einige klarste Chancen vergab, aber nicht mehr gefährlich werden. So hatte - soviel sei verraten - die scheidende Trainerin Martina Hamm in der von ihr genommenen Auszeit sechs Minuten vor dem Ende auch keinerlei taktischen Anweisungen mehr zu geben....
Nach der Ehrung durch den TGO-Vorstand begann dann bereits in der Wonnegauhalle mit Freibier für alle die Aufstiegsparty, die sich später in der KW fortsetzte.
Da feierte die Mannschaft dann ausgelassen einen Erfolg den vor und auch während der Runde so mancher nicht für möglich gehalten hatte. Mit einem nur aus 11 Feldspielerinnen und 3 Torhütern bestehenden Kader begann man vor knapp einem Jahr die Saisonvorbereitung.
Durch Verletzungen bereits dezimiert, startete man dann mit einem wenig ansprechenden Unentschieden in Ruchheim die Runde. Danach riss sich die Mannschaft am Riemen, gewann die folgenden Spiele, wurde, nach einer eingeplanten Heimniederlage gegen Bascharage, im Auswärtsspiel gegen Mainz 05 dann aber bitter auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Nach dem folgenden Unentschieden gegen Friesenheim blieb die TGO-Sieben dann aber bis zum Rückspiel in Friesenheim verlustpunktfrei. Bis dato hatte man auch den Hauptrivalen Mainz 05 im Rückspiel durch ein starke kämpferische Mannschaftsleistung niedergerungen. So fuhr man dann Mitte April vollkommen entspannt nach Luxemburg, um nach der vielleicht besten Saisonleistung völlig überraschend als Sieger heimzukehren. Mit einem nun 4-Punkte-vorsprung zitterte sich die Mannschaft regelrecht zu einem Sieg in Merzig und einem Unentschieden in Wittlich. So konnte die Spielerinn dann gegen Rhein-Nette den Aufstieg perfekt machen.
Der entschädigt jede einzelne von ihnen für die viele investierte Zeit und Mühe, lässt Trainingseinheiten, in denen wegen Verletzungen, Krankheiten, Schul-, Uni- oder Berufsstress oft nicht mehr als eine Handvoll Spielerinnen zur Verfügung stand, weniger quälend und so manches Hindernis und manchen Ärger auf dem Weg zu diesem Ziel weniger bedeutend erscheinen.
Mädels: WIR HABEN ES UNS VERDIENT!!!!!!!
Am Erfolg der Damen 1 waren folgende Spielerinnen jeder auf seine eigene Art entscheidend beteiligt: Julia Benkel, Lisa Marie Freyberg, Christiane Göhring, Jennifer Gräf, Melanie Immel, Daniela Keppe, Jolita Klimaviciene, Stefanie Konrad, Meike Kotheimer, Britta May, Lisa Müller, Susanne Paeseler, Ulla Paeseler, Ute Paeseler, Mura Ripp, Li Romano, Carmen Stephan und Laura Urban
Veröffentlicht am 20.05.2008 von Susanne Paeseler
