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SGH ST. Ingbert : TG Osthofen 31:29 (16:15)

Es sollte nicht sein. Die TGO verlor ihr letztes Spiel in diesem Jahr vor vielen mitgereisten Fans in St. Ingbert knapp mit 31:29.

Schon die Vorzeichen standen nicht gut. Neben dem verhinderten Lars Heymann und den angeschlagenem Peter May musste auch Sebastian Montino kurz vor Anpfiff wegen Leistenprobleme passen. Fritz May erwischte es bereits nach 10 Minuten mit einem ‚Pferdekuss’, so dass er nicht mehr einsatzfähig war. Trotzdem ‚berappelten’ sich die Rheinhessen und boten ein flottes und kampfbetontes Spiel. In der 13 Minute führte man 5:8 und kam vor allem über den schnellen Außenspieler Christoph Kreisel und am Kreis mit Manu Pfaff zum Erfolg. St. Ingbert blieb dran und konnte sich bis zur Halbzeit einen 16:15 Vorsprung erkämpfen.

Nach der Pause blieb es ähnlich eng. In der 47. Minute stand es 24:24 und das Spiel ging in die entscheidende Phase. Osthofen legte auf 24:26 vor und bekam einen 7 Meter zugesprochen. St. Ingbert wechselte den Torhüter, der diesen parierte. Danach vernagelte er 5 Minuten lang das Tor. Er hielt einfach alles was aufs Tor kam, selbst 3 ganz freie Einwurfmöglichkeiten konnte Osthofen nicht verwerten. Beflügelt durch diese Leistung drehten die Saarländer das Spiel und gingen mit 27:26 in Führung. Ab der 54. Minute wurde es dann hektisch. Marius Stumm bekam bei einem Sprungwurf die Faust des Gegenspielers ins Gesicht und schlug danach schwer auf den Boden auf. Diese rotwürdige Aktion wurde leider nur mit einer 2-Minuten-Strafe belegt und Ballbesitz für den Gegner. Unverständlich! Manu Pfaff konnte im nächsten Angriff zum 28:28 ausgleichen. Einen Angriff später kam die gleiche Situation wieder. Marius Stumm wurde beim Sprungwurf in der Luft derart umgestoßen, dass er auf dem Hinterkopf aufschlug. Auch diese Aktion musste eigentlich eine rote Karte nach sich ziehen, doch noch unverständlicher war es, dass es nicht einmal einen Freiwurf gab. Marius Stumm konnte nach diesen Aktionen nicht mehr weiterspielen. Der darauffolgende Angriff brachte praktisch die Entscheidung. Benni Kühling erhielt wegen eines Allerweltsfoul eine Zeitstrafe, die St. Ingbert nutzte um mit 30:28 in Führung zu gehen.

Trotz der ärgerlichen Niederlage sollte man auch die positiven Aspekte erkennen und die entsprechenden Schlüsse daraus ziehen. Wir waren über die gesamte Spielzeit trotz aller Umstände ein ebenbürtiger Gegner und haben gesehen, dass wir überall mithalten können. Wenn diese Leistung über die gesamte Saison gebracht werden kann, ist auch eine solche Niederlage verschmerzbar.

Es spielten: Heck, Pitthan, Keller (1), May F. (1), May P. (1), Pfaff (8), Zellmer (1), Kühling (2), Stumm M. (1), Vuletic (6/2), Kreisel (8), Bitsch, Stumm A.


Veröffentlicht am 22.12.2008 von Rudolf Strauch

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