Eine unglückliche Niederlage, mit nur einem Tor, kassierte die TGO beim TV Moselweiss. Wieder scheiterte man an der mangelnden Chancenauswertung. Trotz der 34 erzielten Tore vergab man mehrere 100%ige in den entscheidenden Situationen. Nicht zuletzt konnte man auch 2 der 4 zugesprochenen Siebenmeter nicht verwandelt. Anstatt konzentriert von der Linie zu knipsen, setzte man die beiden erstklassigen Chancen per Heber an die Latte.
Osthofen kam gut ins Spiel und führte mit 3:1. Moselweiss aber konterte und ging mit 5:3 in Führung. Bis zur Pause konnte sich aber keine Mannschaft entscheidend absetzen. Beim 12:12 erzielte der Gastgeber 3 Tore in Folge und hielt den knappen Vorsprung bis zur 17:15 Halbzeitführung.
Auch im zweiten Durchgang blieb das Spiel spannend. Beim 30:30 war noch alles drin. In der 51.Minute dann eine entscheidende Situation. Ein Moselweisser Spieler sprang mit Ball in den Abwehrblock. Eigentlich ein klares Stürmerfoul. Aber statt Ballbesitz für Osthofen, erhielten die Hausherren einen 7-Meter zugesprochen. Peter May erhielt eine 2 Minutenstrafe und Leo Vuletic bekam das Knie des Gegenspielers derart in die Hüfte, dass bei Ihm gar nichts mehr ging. Moselweiss erhöhte auf 33:30 und hatte das Spiel scheinbar entschieden. Doch die TGO fightete zurück, verkürzte auf 33:32. Die Tempogegenstoßchance zum Ausgleich vergab aber der bis dahin treffsichere Christoph Kreisel. Moselweiss erhöhte auf 34:32, doch postwendend konnte Osthofen den Anschlusstreffer zum 34:33 erzielen.
Als Peter May dann 90 Sekunden vor Schluss wegen seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte erhielt, und die Koblenzer Vorortler eine Minute vor Schluss das 35:33 erzielten, blieb Osthofen nur noch Gelegenheit den Anschlusstreffer zu markieren.
Obwohl die TGO mit dem letzten Aufgebot anreiste und Leo Vuletic durch seine Verletzung aus der Vorwoche stark gehemmt war, bot Osthofen im kämpferischen Bereich eine hervorragende Leistung. Das es am Ende nicht gereicht hat, ist natürlich ärgerlich, gerade weil die Chancen dazu da waren. Vielleicht hat an diesem Abend auch das Quentchen Glück gefehlt.
Keller (9/2), Pfaff (9), Kreisel (6), Bitsch (5), Zellmer (2), May (2), Heymann (1)
Veröffentlicht am 23.03.2009 von Rudolf Strauch
