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Noch viel Luft nach oben

Von Jürgen Jaap

Erfolgreiche Heimpremiere für Osthofener TGO-Frauen gegen HC Gonsenheim

Fast ein Dutzend „Handballküken“ im aktiven Lernprozess in der Rheinhessenliga. So präsentiert die TG Osthofen in der Saison 2012/2013 ihre Frauenmannschaft unter der Leitung von Trainerin Vida Tauriene und der Führung einer Handvoll erfahrener Handballerinnen - allen voran Rückraumass Elisabeth „Elli“ Berkes. Wenn dann auch noch im ersten Heimspiel der Spielzeit gegen den HC Gonsenheim gleich ein klarer 25:19 (11:8)-Erfolg gelingt, dann sollte doch nicht nur unter den 100 Zuschauern in der Wonnegauhalle beste Stimmung und Ausgelassenheit herrschen.

Doch wie das nun mal einem Trainer beziehungsweise einer Trainerin scheinbar in die Wiege gelegt ist, gibt es ja immer noch etwas zu verbessern. „Meine Mädels können mehr“, fand denn auch Vida Tauriene. Na ja, Torfrau Jennifer Penzes (Tauriene: „Überragend“) und die „abgezockt“ agierende Elli Berkes nahm die Übungsleiterin explizit aus. Und natürlich auch Rechtsaußen Mareike Keller, die laut Tauriene „von Spiel zu Spiel zulegt und immer mehr Verantwortung übernimmt“. Gut, einige Ansatzpunkte zur Kritik könnte man schon bemerken - blickt man genauer hin. Da wäre der Umstand, dass die Gastgeberinnen blitzsauber in die Partie kamen, aber einen schönen 3:0-Start bis zur 20. Minute kurzerhand ob einiger fahrlässiger Fehler in der 3:2:1-Abwehr vergeigten. „Ich habe dann in der Auszeit auf die gewohnte 6:0-Defensive umgestellt, denn meine Mädels haben das neue System noch nicht verinnerlicht“, erklärte Vida Tauriene. Die Maßnahme fruchtete: Binnen zehn Minuten war der „alte“ Dreitorevorsprung wieder Realität.

Und weil die Handballküken aus dem guten Lauf vor der Pause große Sicherheit zogen, schraubten sie den 11:8-Vorsprung bis zur 41. Minute gar auf 22:11. Insbesondere Elli Berkes kam dabei mit zwei, drei schnellen Schritten aus dem Rückraum an den Kreis immer wieder zum erfolgreichen Abschluss. Neunmal narrte sie so die HCG-Abwehr.

Aber das allein war nicht das einzige Erfolgsrezept an diesem Abend. „Wir waren insgesamt das stärkere Team“, fand Vida Tauriene. Außerdem hatte Osthofen neben der brillant auftrumpfenden Jennifer Penzes im eigenen Kasten drüben auf der anderen Seite ein weiteres Pfund im Rennen: Annika Abé verwandelte alle vier Siebenmeter so selbstverständlich, als hätte sie in ihrem Leben bislang nichts anderes getan. Dass es in der Schlussviertelstunde nicht mehr so rund lief, sollte die Freude bei der TGO über den völlig ungefährdeten 25:19-Sieg denn auch kaum trüben.

TG Osthofen: Penzes; Zimmermann, Abé (4/4), Pinger, Schulz (1), Luksch, Diemer (2), Strauch (2), Holthoft, Keller (3), Dürr, Liboria (4), Berkes (9), Bott. 

Veröffentlicht am 26.09.2012 von Carsten Eckelmann

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