Handball: Kantersieg für TG Osthofen gegen Bretzenheim
28.10.2013 - OSTHOFEN
Von Jürgen Jaap
Jetzt kann die Saison 2013/2014 in der Rheinhessenliga für die Handballer der TG Osthofen aber mal so richtig los gehen. Ein ob zahlreicher Verletzungen doch eher schwacher Start in die neue Spielzeit mit zwei Niederlagen aus drei Partien soll laut Frank Herbert schnell zu den Akten gelegt werden.
„Ich bin auf das Spiel heute richtig gespannt“, sagte der TGO-Coach kurz vor dem Anpfiff gegen die SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim. Die Anspannung bei Frank Herbert wischte sein Team vor gut 200 Zuschauern in der Wonnegauhalle bereits in der ersten Hälfte beiseite. 20:10 stand es beim Pausengang. Ein 40:23-Kantersieg über den Tabellenletzten aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt deutet an: Mit der TGO ist in den kommenden Wochen zu rechnen.
Bis der in den Herbstferien „runderneuerte“ Wonnegauer Handball-Motor allerdings auf Touren kam, dauerte es ein wenig. Der Hauptgrund für das anfängliche Stottern im TGO-Getriebe trug ein Trikot mit der Nummer eins. Florian Körber steckte da drin. Zum besten Mann auf dem Platz avancierte der Gäste-Torwart in der ersten Viertelstunde. Reihenweise bissen sich die TGO-Angreifer an Florian Körber die Zähne aus.
Zeit also für eine Auszeit und eine Umstellung der 6:0-Abwehr auf die aggressivere 5:1-Variante. „Das brachte uns ins Spiel“, rekapitulierte Frank Herbert. Und wie! Aus einem 7:7 machten die Wonnegauer binnen zehn Minuten ein 16:8. Immer wieder stibitzte ein vorgezogener TGO-Akteur den Mainzern das Spielgerät – und ab ging die Reise über Eric Popple, Patrick Bitsch oder Lucas Pfaff. „Eric kann ich ja sowieso überall hinstellen“, lobte Frank Herbert den schnellen Rückraumspieler und kompromisslosen Abwehrrecken nicht zu Unrecht.
Ein prima Spiel machte neben Popple allerdings auch der lang aufgeschossene Orintas Klimavicius. Kaum zu bremsen war der Neuzugang von der HSG Worms. „Die in der dreiwöchigen Pause einstudierten Spielzüge klappen einwandfrei“, freute sich der TGO-Coach über insgesamt acht Treffer von Klimavicius vorwiegend aus dem linken Rückraum.
Klar, mit der SG Mainz-Bretzenheim kam natürlich auch der passende Gegner zur rechten Zeit in die Wonnegauhalle. Weitere 20 Tore kassierte das in allen Belangen unterlegene Schlusslicht der Liga in Durchgang zwei. Selbst Florian Körber musste sich nun der immer wieder mit Macht anrennenden Osthofener Tormaschine beugen. „Wer der Gegner ist, war mir heute eigentlich egal“, sah Frank Herbert sein Team in einer gewissen Bringschuld. „Wir waren unserem treuen Publikum einfach einen klaren Sieg schuldig.“ Genau den gab es auch. Und weil Lucas Pfaff fast mit der Schlusssirene noch die magische 40-Tore-Grenze knackte, gab es denn auch von den Rängen stehende Ovationen für eine wieder erstarkte TG Osthofen.s
TG Osthofen: Heck, Montino; Warzecha, Beckerle (2), Strack (5/2), Manuel Pfaff (3), Aul (3), Bitsch (3), Kulaszewicz (1), Zellmer (3), Lucas Pfaff (4), Reichelt (1), Popple (7), Klimavicius (8).
Veröffentlicht am 29.10.2013 von Carsten Eckelmann
