TG Osthofen Handball e.V. – Tradition mit Zukunft

Aktuelles

Januar 2015
JSG mB-Jugend

37:25 Niederlage gegen TV Nierstein

Malte von Moltke für die TGO mB-Jugend

Am Samstag, den 24.01.2015 kassierte die TGO mB-Jugend eine deutliche 37:25 Niederlage nach einem desolaten Spiel gegen den punktgleichen Tabellenführer TV Nierstein und rutsche damit in der Tabelle zunächst von den Spitzenplätzen ab.

Das es ein schweres Spiel werden würde war allen klar, nachdem man durch die etlichen Langzeitverletzen und Grippeerkrankten nur mit 10 Spielern in Nierstein antreten konnte. Doch auch mit einer dezimierten Mannschaft und einigen fehlenden Leistungsträger muss man von dieser Mannschaft mehr erwarten als sich dermaßen abschießen zu lassen.

Bis zur Hälfte der ersten Halbzeit konnte man das Spiel noch einigermaßen ausgeglichen gestalten, doch am Ende der ersten Hälfte vergab man die Chance nach einigen technischen Fehlern und schlechten Abschlüssen das Ergebnis weiter eng zu gestalten und ging schon mit einem 18:13 Rückstand in die Pause.

Im zweiten Durchgang lies man das Spiel dann komplett entgleiten und Nierstein spielte sich souverän immer eine größere Führung heraus. Mit insgesamt 25 Fehlwürfen und 14 technischen Fehlern kann man in der Rheinhessenliga kein Spiel gewinnen. Dazu kam noch die schlechte Einstellung in der Abwehr die es Nierstein immer wieder ermöglichte individuell zu einfachen Toren zu kommen. Am Ende zeigte die Anzeigetafel ein deutliches aber verdientes 37:25 für Nierstein.

Besonders erschreckend war aber das sich Aufgeben der TGO Jungs im zweiten Durchgang. Anstatt gemeinsam zu kämpfen wurden immer wieder die Fehler der anderen kritisiert. Die Niederlage geht in Ordnung, hätte aber niemals in diesem Maße ausfallen dürfen. Jetzt gilt es Aufbauarbeit zu leisten und wieder gemeinsam zu alter Stärke zurück zu finden, damit man am Samstag, den 07.02.2015 um 18:00Uhr in der Wonnegauhalle gegen den HSC Ingelheim wieder punkten kann.

Für die TGO mB-Jugend spielten: Daniel Miess (TW), Niklas Ahl (4), Yannick Volk (1), Felix Horn, Philipp Weber (1), Jan Libel (8), Malte von Moltke (5), Patrick Wilhelm, Silas Höfler (4), Niklas Zapf (2)

Veröffentlicht am 26.01.2015 von Mirko Höfler

JSG mB-Jugend

Unnötige 34:37 Niederlage gegen HSG Rhein-Nahe Bingen

Silas Höfler für die TGO mB-Jugend

Am Sonntag, den 18.01.2015 musste die TGO mB-Jugend eine unnötige 34:37 Niederlage zum Rückrundenstart der Rheinhessenliga in eigener Halle gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen hinnehmen.

Die Mannschaft hatte sich viel vorgenommen und war bestens eingestellt. Die offensive 3-2-1 Abwehr stand von Beginn an sehr gut gegen die starke Linke Seite der HSG Rhein-Nahe Bingen. Nach einem anfänglichen Beschnuppern bis zum 5:5 konnte die TGO mit 11:7 in Führung gehen. In dieser Phase verpasste man es jedoch durch etliche technische Fehler sich weiter abzusetzen, so dass man nur mit einer 18:15 Führung in die Pause ging.

Im zweiten Durchgang startet man mit dem Ziel die Begegnung jetzt für sich zu entscheiden. Doch wieder einmal musste man nach einer 19:15 Führung einen Einbruch hinnehmen und die HSG konnte auf 21:21 ausgleichen. Jetzt gestaltete sich die Begegnung als offener Schlagabtausch bis zum 29:29. Doch die Abwehr der TGO stand bei weiten nicht mehr so gut wie im ersten Durchgang. Vor allem von Außen musste man immer wieder zu leichte Torerfolge der Bingener hinnehmen. Trotz einer Manndeckung konnte der starke Linksaußen der HSG immer wieder erfolgreich zum Abschluss kommen und mit 14 Toren zum besten Torschützen des Spiel avancieren. Durch etliche technische Fehler und einer direkten Manndeckung konnte sich Bingen gegen Ende mit einem 4 Tore Lauf auf 29:33 absetzen. Doch die TGO kämpfte sich bis in der 58zigsten Minute auf 34:35 zurück. Doch leider reichte es nach einer Auszeit Bingens nicht mehr das Spiel zu kippen und die TGO musste sich am Ende mit 34:37 geschlagen geben.

Wieder einmal wechselnden sich Licht und Schatten in atemberaubender Geschwindigkeit, was einem Rätseln lässt wie man dieses Phänomen in den Griff bekommt? Die klare Linie der ersten Hälfte und die gut stehende Abwehr waren im zweiten Durchgang weitgehend nicht mehr zu sehen. Am kommenden Samstag, den 24.01.2015 um 17:40Uhr können die TGO Jungs allerdings zeigen, dass dies nur ein Ausrutscher war wenn es beim punktgleichen TV Nierstein darum geht den Hinspielsieg zu wiederholen.

Für die TGO mB-Jugend spielten: Daniel Miess (TW), Marcel Ortigosa (TW), Niklas Ahl, Yannick Volk (6), Felix Horn (4), Philipp Weber (3), Daniel-Jonah Jungkenn, Lukas Klimavicius (7), Jan Libel (4), Malte von Moltke (5), Jonas Quenzer, Patrick Wilhelm, Silas Höfler (5)

Veröffentlicht am 19.01.2015 von Mirko Höfler

Allgemein

Starker Auftritt gegen den Tabellenführer

Zum ersten Spiel im neuen Jahr kündigte sich gleich der Tabellenführer aus Boudenheim an, ein schwerer Brocken also.

Das Hinspiel verloren die Mädels damals noch mehr als deutlich mit 43:14 Toren. Zu verlieren hatten wir also nichts.

Mit klaren Vorgaben ging es also los. Um die Gegner über ihr gefährliches Tempogegenstoßspiel nicht ins Rollen zu bringen, mussten wir im Angriff unsere Chancen geduldig suchen und natürlich auch in der Abwehr aktiv und aggressiv zu Werke gehen.

Die erste Halbzeit gestaltete sich sehr ausgeglichen, wir blieben dran und glichen immer wieder aus. Einzig Boudenheims Rückraumspielerin Alicia Soffel bereitete uns immer wieder Probleme, weshalb wir recht schnell zu einer Manndeckung übergingen.

Gestützt auf eine ordentliche Leistung von Paddi Seelig ging es mit einem 10:11-Rückstand in die Pause. Eine Sensation war zum Greifen nah. Damit hatte wohl keiner gerechnet!

Leider schlichen sich in der zweiten Halbzeit dann doch ein paar Fehler ein und Boudenheim konnte sich am Ende etwas absetzen. Letztendlich verloren wir das Spiel mit 18:24 Toren!!

Trotzdem war das ein riesen Spiel! Die Mädels haben gezeigt, dass sie absolut was drauf haben. Jede einzelne Spielerin hat bis zum Schluss alles gegeben und man sieht von Spiel zu Spiel eine positive Entwicklung. So konnten sich diesmal fast alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen, allen voran an diesem Tag Nina Reimann, die auf Rechtsaußen ein tolles Spiel machte und fünfmal traf.

Mit dieser Einstellung ist in der Rückrunde bestimmt noch was drin.

Es gibt nur ein Gas – Vollgas!

Für die TGO spielten: Paddi Seelig, Annika Grasser (Tor) – Kathi Kratz, An-Christin Knierim, Laura Reichert, Charlotte Deubel, Marisa Gallei, Marlene Klein, Jana Jungkenn, Annika Schlösser, Nina Reimann, Ann-Kathrin May, Michelle Köhler und Vanessa Hambrecht

Veröffentlicht am 19.01.2015 von Mirko Höfler

Damen 1

Bericht WZ:TGO baut erfolgreiche Auswärtsserie aus


Handball-Fauen: TGO baut erfolgreiche Auswärtsserie aus

BRETZENHEIM - (fst). Dank eines 30:23 (13:10)-Auswärtssieges bei der SG Bretzenheim III sind die Handballerinnen der TG Osthofen erfolgreich ins Jahr 2015 gestartet. Durch den Auswärtserfolg gegen den Tabellenvierten festigten die TGOlerinnen ihren zweiten Platz in der Rheinhessenliga und behalten zugleich ihre weiße Weste in der Fremde bei. Unter Trainer Christian Mentges haben die Handballerinnen aus dem Wonnegau bislang jedes der fünf Auswärtsspiele erfolgreich gestaltet. „Wir haben einen guten Job gemacht und die bessere Tagesform erwischt“, so Mentges.

Zunächst waren sich beide Mannschaften auf Augenhöhe begegnet. Nach dem 4:4 setzten sich die Gäste dann ab und erspielten sich eine Drei-Tore-Führung. Schlüssel zum Erfolg war dabei die offensive 3:2:1-Abwehrformation der TGO, mit der die Wirkungskreise der Bretzenheimerinnen gekonnt eingeengt wurden. Lediglich Valerie Lampert und Katrin Krebühl (je 5) hielten die Gastgeberinnen im Spiel. Sie hatten mir ihren Treffern maßgeblichen Anteil daran, dass sich der Rückstand bis zum Halbzeitpfiff nicht vergrößerte.

Im zweiten Durchgang machten die Gäste dann da weiter, wo sie Mitte des ersten Durchgangs angefangen hatten: Aus einer aggressiven Abwehr ging es mit Tempo nach vorne. Ergab sich durch das Tempospiel keine eindeutige Torchance, spielten die TGOlerinnen geduldig weiter. So reichte es am Ende zu einem ungefährdeten 30:23-Auswärtserfolg. „Ich bin im großen und ganz mit dem Angriff zufrieden. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung“, resümierte Mentges.

Veröffentlicht am 13.01.2015 von Carsten Eckelmann

Herren 1

Bericht Wochenblatt: HSG Worms gewinnt Rheinhessenliga-Derby

33:27-Heimsieg der Wormser Handballer über die TG Osthofen / Nikolaus-Dörr-Halle: Zu wenig Platz für die zahlreichen Handball-Fans

HSG Worms gewinnt Rheinhessenliga-Derby und erobert Tabellenspitze

13. Januar 2015, 11:40 Uhr

Ein jubelnder und vor Glück die Fäuste ballender Trainer Gerd Zimmermann und eine sich selbst als "Spitzenreiter" und "Derby-Sieger" feiernde Mannschaft auf der einen Seite, und eine Mischung aus Wut und Enttäuschung bei Fans, Trainer und Spielern auf der anderen. Das ist das Resultat eines packenden und umkämpften Rheinhessenliga-Derbys zwischen der HSG Worms und der TG Osthofen. Am Ende des Duells um die Vormachtstellung in der Region und der damit verbundenen Tabellenführung in der Rheinhessenliga waren es die Gastgeber aus Worms, die einen 33:27 (13:15)-Heimsieg über den nun ehemaligen Tabellenführer aus Osthofen bejubelten.

 

Worms - Bis zum erlösenden Schusspfiff wartete auf die HSG Worms allerdings ein hartes Stück Arbeit. Osthofen agierte wachsam und aggressiv in deren 6:0-Verteidigung, im Angriff suchten die Gäste schnell den Torabschluss. Und weil die Truppe von Trainer Frank Herbert den Gegner damit in den Anfangsminuten überraschte, liefen die Wormser zunächst einem Rückstand hinterher.

Erst in der siebten Spielminute glückte den HSGlern, die wie bereits so oft vor der Winterpause mit den Markert-Brüdern und Fabian Russ im Rückraum aufliefen, der Ausgleich (3:3). Im darauffolgenden Angriff war es dann Markus Metzdorf (2), der die Gastgeber erstmalig in Führung warf.

Eine kleine Genugtuung für den Rückraumspieler, deutete Gerd Zimmermann im Vorfeld der Partie doch noch an, dass er und Jochen Schloß aufgrund der Neuzugänge nicht mehr eine solch tragende Rolle im Wormser Spiel einnehmen würden, wie noch in den Jahren zuvor. Weil die gefürchtete Markert-Achse im ersten Durchgang nicht wie gewohnt funktionierte und Osthofen mit großem Kampf dagegen hielt, setzte sich Worms im ersten Durchgang höchstens auf drei Tore ab (12:9, 24.). Die 6:0-Abwehr der HSGler wackelte dabei ein ums andere Mal gewaltig und offenbarte Lücken.

TGO mit überraschender Halbzeitführung

Die Schwächen in der Abwehr waren es dann auch, die das Halbzeitergebnis binnen weniger Minuten auf den Kopf stellten. Die TGO bestrafte nämlich in den Minuten vor dem Pausenpfiff Wormser Flüchtigkeitsfehler in Angriff und Abwehr, drehte das Spiel durch einen 5:0-Lauf und ging mit einer 13:15-Führung in die Pause. Das Osthofener Publikum war außer sich, die Spieler euphorisiert. In Worms waren dagegen auf und abseits des Feldes alle sichtlich damit beschäftigt, die überraschende Schlussphase zu verarbeiten.

Gerd Zimmermann, im Vergleich zu seinem Trainerkollegen Frank Herbert mit einer vergleichsweise ruhigen und gelassenen Vorstellung an der Seitenlinie, ließ seine Energie dann wohl erst im Kabinentrakt frei. Seine Mannschaft zeigte jedenfalls nach Wiederanpfiff ein anderes Gesicht. Aus einer offensiven 3:2:1-Deckung heraus, mit Top-Torjäger Denis Markert (12) in vorderster Front, engte man die Wirkungskreise von Osthofens Rückraum-Akteuren wie Orintas Klimavicius (6) oder Leo Vuletic (3) gekonnt ein, erzwang so Ballverluste und bestrafte diese durch schnelles Umkehrspiel.

Drei Zeitstrafen für die TGO: "Das war der Knackpunkt"

Darüber hinaus kassierte Osthofen in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit gleich drei Zeitstrafen, sodass die Herbert-Truppe zwischenzeitlich nur noch mit drei Feldspielern auf dem Platz stand. "Das war natürlich der Knackpunkt", konstatierte Osthofens Coach, der mit ansehen musste, wie Worms die Überzahl ausnutze und aus dem Rückstand eine Führung machte (17:16, 33.). Neben Dauerbrenner André Ermisch (6) und Denis Markert war es dann bis zum Abpfiff vor allem Fabian Markert (8), der für Osthofens Abwehr nicht mehr zu halten war. Aus allen Positionen des Rückraums ging einem Gegner vorbei un netzte ein.

"Ich habe ihm schon so oft gesagt, dass ihn aus dem Rückraum keiner halten kann. Schön, dass er es im Derby endlich richtig umgesetzt hat", so das Lob des Bruders Denis. Eines Tabellenführers würdig ließ sich Worms bis zum Schlusspfiff die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und baute die Führung kontinuierlich aus – 33:27 der Endstand.

Osthofens Frank Herbert fand nach dem Spiel nur schwer Worte für das, was kurz nach Wiederanpfiff passiert war. "Wir haben im ganzen Spiel keinen einen Siebenmeter bekommen. Das kann doch nicht sein", monierte Herbert, der im zweiten Durchgang aber auch die Durchschlagskraft seiner Mannschaft vermisste. Sieger-Coach Gerd Zimmermann sagte nach Schlusspfiff: "Wir haben das Spiel in der Abwehr gewonnen. Jeder hat dazu beigetragen, dass wir nun die Tabellenführung übernommen haben, auch wenn das noch lange keine Vorentscheidung ist."

Nikolaus-Dörr-Halle: Zuschauerkapazitäten reichen nicht aus

Bei aller Freude über den Derbysieg müssen sich die Verantwortlichen der HSG Worms im Hinblick auf kommende Duelle gegen die TGO, aber vor allem für den nicht unwahrscheinlichen Fall des Aufstiegs in die Oberliga Rheinland-Saar, mit einem akuten Problem beschäftigen: Das Derby hat gezeigt, dass die Zuschauerkapazitäten in der Nikolaus-Dörr-Halle schnell an ihre Grenzen stoßen. Bereits eine Stunde vor Anpfiff verweigerten die Zuständigen den Handball-Fans den Einlass in die Halle, weil keine Sitz und Stehplätze mehr frei waren. Hunderte Fans mussten deshalb noch während sich die Mannschaften aufwärmten den Heimweg antreten.

Eine Ausweichstätte wäre wohl die Halle im Bildungszentrum. Allerdings herrscht dort striktes Harz-Verbot, was wohl nicht mit dem Spiel der Mannschaft zu vereinbaren wäre. "Dass nicht alle Zuschauer das Spiel sehen konnten, das tut der HSG unglaublich leid. Ins BIZ auszuweichen wäre verständlicherweise nicht machbar gewesen, da die Nikolaus-Dörr-Halle unsere Trainingshalle ist. Bei einem Wechsel ins BIZ wäre einem Auswärtsspiel gleich gekommen. Wir bitten um Entschuldigung und werden uns Gedanken machen, wie wir das in Zukunft regeln", kommentiert der sportliche Leiter der HSG, Hans-Karl Böhnert, die Ereignisse.

HSG Worms:

M. Palzer, P. Stumpf (beide Tor), C. Drees, F. Russ 2, S. Walther, J. Schloß 2, A. Ermisch 6, B. Ströning, C. Bleser, D. Marker 12/4, F. Markert 8, M. Metzdorf 2, C. Augst 1,

TG Osthofen:

S. Montino, T. Heck (beide Tor), A. Eusterholz 3, P. Gasz 2, D. Strack 1, A. Italo, C. Kulaszevicz 5, M. Zellmer 1, L. Vuletic 3, F. Reichelt 3, E. Popple 1, O. Klimavicus 6, M. Pfaff 2

Veröffentlicht am 13.01.2015 von Carsten Eckelmann

Herren 1

Bericht Wochenblatt: "Wir wollen konzentriert und fokussiert weiter arbeiten"

Die TG Osthofen überwintert als Tabellenführer / Ziel ist der Gewinn der Meisterschaft / Am 11. Januar Spitzenduell gegen Lokalrivalen HSG Worms

"Wir wollen konzentriert und fokussiert weiter arbeiten"

22. Dezember 2014, 13:17 Uhr

Obowhl den Wonnegauern Handballern das in der vergangenen Saison auserkorene Ziel des Meisterschaftsgewinns verwehrt blieb, hatten sie dieses Vorhaben auch mit Beginn der neuen Spielzeit nie aus den Augen verloren. "Wir wollen die Meisterschaft und den Aufstieg in die Oberliga", verkündete Trainer Frank Herbert noch vor Rundenbeginn.

 

Osthofen - Momentan, so scheint es zumindest, ist alles im grünen Bereich, denn die TGO überwintert als Tabellenführer in der Rheinhessenliga. Dennoch ist Herbert mit der Leistung seiner Truppe nicht vollends zufrieden. "Wir sind zwar auf einem guten Weg, kassieren aber immer noch zu viele Tore und nutzen unsere eigenen Möglichkeiten einfach nicht konsequent genug aus." Und wenn man den Anspruch auf den Titel habe, müsse jeder im Team dieses Ziel auch mit der nötigen Einstellung verfolgen.

Während die Auftaktpartie Ende September nach einem 32:27-Heimsieg gegen den zweiten Anzug der Spielgemeinschaft Saulheim ergebnistechnisch noch nach Maß verlief, kritisierte Herbert dennoch die eigene Chancenverwertung. "Das haben wir nicht gut gemacht und müssen daran in den Trainingseinheiten gezielter arbeiten."

Im anschließenden Duell gegen die Sportfreunde Budenheim II folgte jedoch der erste herbe Rückschlag. Mit 20:25 kassierte die TGO ihre bisher einzige, aber im Kampf um die Meisterschaft durchaus ärgerliche, Niederlage. "Wir müssen uns hier an die eigene Nase fassen", sagte Herbert rückblickend. Manko sei zudem in der gesamten Runde, dass er noch nie über seinen kompletten Kader habe verfügen können. "Wir sind noch nie in unserer Bestbesetzung aufgelaufen, da wir aufgrund vieler verletzungsbedingter Ausfälle stets improvisieren mussten und es dadurch zu Abstimmungsproblemen insbesondere im Innenblock gekommen ist."

Doch Ausreden suchte der Trainer hierin keineswegs. "So ist das eben. Wir müssen das Beste daraus machen." Eric Popple gehe beispielsweise eine ebenso tolle Entwicklung wie Alex Eusterholz, lobte Herbert, der seine Klasse mehr und mehr unter Beweis stelle. Auch Nachwuchstalent Florian Sturm spiele bisher eine gute Runde. "Das ist ein ehrgeiziger junger Mann, der jede Menge Potenzial hat."

Anfang November verlor die TGO jedenfalls im Viertelfinale des Rheinhessenpokals gegen die Oberligatruppe aus Budenheim mit 29:35 und schied aus dem Wettbewerb aus. "Dennoch sehe ich die Niederlage nicht als Rückschlag", beschrieb Herbert. Vielmehr sei das Spiel richtungswesend gewesen, denn man habe gerade in der zweiten Spielhälfte bemerkt, dass man dem höherklassigeren Verein auf absoluter Augenhöhe begegnet sei. "Wir haben nach diesem Spiel auf jeden Fall einen Schritt nach vorne gemacht, denn man hat gesehen, dass wir gar nicht so weit weg waren."

Dass er hierbei mit seiner Einschätzung richtig lag, zeigte die Mannschaft darauffolgend in der Liga. Die TGO feierte einen 40:20-Kantersieg über den HSV Sobernheim. "Das war unsere bisher beste Saisonleistung", konstatierte Herbert.

Ende Oktober fiel Kapitän Manu Pfaff nach einem Meniskuseinriss aus. "Das war für uns alle ein herber Rückschlag", erinnerte sich Herbert zurück und ergänzte: "Er fehlt uns in der Abwehr sehr, denn er bringt einen unbändigen Willen und die nötige Einstellung mit." Nach erfolgreicher Operation aber nehme Pfaff schon wieder am Lauftraining teil. Wann er jedoch wieder vollends zurück kommen werde, sei derzeit noch unklar. "Wir machen ihm diesbezüglich überhaupt keinen Druck", versicherte der TGO-Coach.

Weitere fünf Siege folgten, ehe zum Jahresabschluss Mitte Dezember ein 47:21-Kantersieg über den TV Nieder-Olm 2 vor heimischem Publikum gefeiert werden durfte. Eusterholz steuerte alleine 14 Tore bei. Was also bleibt bisher?

Acht Siege bei nur einer Niederlage, Tabellenplatz eins und das Ziel, in den verbleibenden 13 Begegnungen stets als Sieger vom Platz gehen zu wollen. Einen Strich durch diese Rechnung könnte der TGO schon am 11. Januar der Lokalrivale HSG Worms machen. "Wir wollen genau wie Worms den Sieg." Doch Herbert sehe, ohne die Favoritenrolle einem anderen zuschreiben zu wollen, die HSG schon im Vorteil. "Ich bin Realist. Worms hat eine hervorragende Bilanz vorzuweisen. Ich sehe sie momentan durchaus etwas besser als uns."

Zudem blicke er dem Spitzenduell besorgt entgegen, denn die Vorbereitung werde alles andere als optimal verlaufen. Die Wonnegauhalle sei in der Winterpause für den Trainingsbetrieb gesperrt, weswegen er und seine Mannschaft in andere Hallen ausweichen müssten. "Das stellt sich jeder Trainer sicherlich anders vor und ist ein klarer Nachteil, denn das bedeutet für uns alle eine Menge an Mehraufwand." Das Ganze sei deshalb für Herbert völlig unverständlich, "da doch alle die Meisterschaft wollen. Dann aber müssen die Verantwortlichen auch für die nötigen Rahmenbedingungen sorgen." Nichtsdestotrotz werde man versuchen, konzentriert und fokussiert weiter zu arbeiten. Letztendlich läge es nun an ihm, an den nötigen Stellschrauben zu drehen und gegebenenfalls auch die Trainingsinhalte zu verändern, um das auserkorene Ziel verwirklichen zu können.

Eines aber scheint ungeachtet der Dinge klar zu sein: Langweilig dürfte es in der Rheinhessenliga beim Kampf um die Meisterschaft nicht werden. In diesem Sinne: Auf eine gute zweite Spielhälfte.

Veröffentlicht am 02.01.2015 von Carsten Eckelmann