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Bericht WZ: TG Osthofen unternimmt Neustart in der Rheinhessenliga

Handball: TG Osthofen unternimmt Neustart in der Rheinhessenliga

OSTHOFEN - (fst). Drei Jahre lang versuchten sich die Handballer der TG Osthofen unter der Führung des damaligen Trainers Frank Herbert am Aufstieg in die Oberliga. Trotz reichlich Erfahrung auf und abseits des Feldes scheiterten die TGOler jedoch immer wieder denkbar knapp. In diesem Sommer vollzogen die TGO-Verantwortlichen einen radikalen Schnitt und verpassten dem etablierten Rheinhessenligisten ein gänzlich neues Gesicht.

Vier Leistungsträger weg

Neue Mannschaft, neuer Trainer, neues Konzept: So lautet die Kurzfassung des Prozesses, der mit Ende der abgelaufenen Saison ins Rollen kam und trotz dem nahenden Ende der Vorbereitung auf die neue Handballsaison bei Weitem noch nicht abgeschlossen ist. Denn ein Umbruch braucht in der Regel Zeit. Dessen besonders bewusst ist sich Dieter Bösing, der das neue Gesicht der TGO verkörpert und als Trainer des Rheinhessenligateams die Nachfolge des zur TSG Friesenheim II abgewanderten Frank Herbert angetreten hat.

Anders als sein Vorgänger nimmt Bösing das Wort Aufstieg nicht in der Mund. Er möchte sich um „übergreifende Strukturen und ein gemeinsames Spielkonzept“ bemühen. Rein sportlich angepeilt ist ein Platz im oberen Tabellendrittel. Trotz der Abgänge von gleich vier Leistungsträgern in Richtung HSG Worms (Alexander Eusterholz, Christian Kulaszewicz, Orintas Klimavicius und Florian Reichelt) ist Bösing überzeugt, dass seine Mannschaft auch ohne externe Neuzugänge eine gute Rolle in der Liga spielen wird. Zum einen verfüge der erhaltene Stamm mit Routiniers wie Leo Vuletic oder Kapitän Manuel Pfaff nämlich über eine Menge Qualität, zum anderen machen die internen Neuzugänge aus der eigenen A-Jugend extrem große Fortschritte. Neben Florian Sturm, der bereits unter Herbert Einsatzzeiten erhielt, gehören sieben weitere A-Jugendliche künftig zum 20 Mann starken Kader. „Die Spieler werden die entstandenen Lücken schließen“, sagt Bösing.

Die junge Garde kennt Bösing bestens, führte er sie doch im vergangenen Jahr in der Osthofener A-Jugend zur Meisterschaft in der Rheinhessenliga und zur Qualifikation für die Oberliga. Zwischenzeitlich schafften viele seiner jungen Schützlinge aufgrund des Doppelspielrechts, das auch in dieser Saison gilt, sogar den Sprung in die Verbandsligamannschaft. Vor allem die „gute Zusammenarbeit mit der TGO-Zweiten“ habe neue Wege aufgezeigt, sagt Bösing. Sein Ziel werde es sein, den „entstandenen Spirit auch auf das Herrenteam zu übertragen“, so der Coach, dem mit Mirko Höfler und Jürgen Strack als Co-Trainer „zwei exzellente Fachleute“ zu Seite stehen.

An der Athletik gearbeitet

Spielerisch gebe es nach Auskunft des Trainers mit Beginn der neuen Saison aufgrund der Veränderungen innerhalb der Mannschaft die eine oder andere Veränderung. „Wir haben unsere Athletik stark verbessert“, urteilt Dieter Bösing. Kurz vor dem Rundenstart feilt er am Zusammenspiel der Mannschaft und seinen Spielkonzepten. Mit Blick auf die beiden Heimspiele zu Saisonbeginn, am 13. September geht es im Pokal gegen die HSG Zotzenheim, eine Woche später in der Liga gegen TV Nieder-Olm II, verspricht der Neue temporeichen Handball. „Wir wollen in der Abwehr agieren und nicht reagieren. Wir wollen die junge Spitzigkeit mit der Erfahrung der Routiniers verbinden. Die einen kannst du spielen, die anderen kannst du laufen lassen.“

 

Veröffentlicht am 02.09.2015 von Carsten Eckelmann

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