Spitzenspiel in der Handball Oberliga Herren gegen NLZ Friesenheim/Hochdorf III endet unentschieden / Sonntag schwere Aufgabe in Eckbachtal
Von Marcus Diehl › Das Spitzenduell in der Handball Oberliga zwischen der TG Osthofen und dem NLZ Friesenheim/Hochdorf III endete mit einem 30:30 (17:17) Unentschieden. Den hohen Erwartungen im Vorfeld wurden beide Teams gerecht. Ein Spiel auf Augenhöhe zweier gleichwertiger Mannschaften. Was den Handball so liebenswert macht, bekamen die Zuschauer in der vollen Wonnegauhalle zu sehen. Rassige Duelle, klasse erzielte Tore, nie unfair agierend, Spannung von der ersten Sekunde an – mit einer dramatischen Schlussphase. Die TGO musste zuerst einem Rückstand hinterherlaufen. Nach dem 6:6 in der 12. Minute waren sie in der Partie.
Nichts geschenkt
Die erste Führung gelang beim 13:12. Bei der TGO waren Luca Steinführer und Paul Bonin die treibenden Kräfte. Zusammen mit Spielmacher Silas Höfler standen sie die komplette Spielzeit auf der Platte. Nur Luca durfte sich bei zwei Zeitstrafen etwas Erholung abholen. Sein Team im Spiel gehalten hat Torhüter Rouven Hahn. Durch zahlreiche Paraden, vor allem in der zweiten Hälfte, wäre er fast zum Matchwinner geworden. Die Teams schenkten sich nichts, keiner konnte sich absetzen.
In der 52. Spielminute dachten schon einige Zuschauer, die Entscheidung könnte gefallen sein. Die TGO führte mit 28:25. Ein Drei-Tore-Vorsprung müsste das erfahrenere Team von den beiden doch nach Hause schaukeln können. Trainer Mirko Höfler: „Gerade in dieser Phase hätten wir cleverer agieren müssen.“
Ausgeglichene Gerechtigkeit
Fünf Minuten vor dem Ende stand es 28:28 und es wurde zusehends dramatisch: Das kräftezehrende Spiel war beiden Teams anzumerken, die Fehleranzahl stieg hüben wie drüben. Freier Abschluss am Kreis, Gästetorhüter Moritz Wolfram, der in der nächsten Saison für die TGO spielen wird, hielt den Ball. Die TGO wollte das Spiel schnell machen – das lange Zuspiel ging ins Seitenaus. Die Gäste trafen zum 28:29 und die Spannung stieg. Nächster Angriff der TGO – Stürmerfoul. Nächster Konter – Esteban Wolf traf spektakulär zum Ausgleich. Torhüter Hahn hielt ebenfalls einen freien Abschluss und Tim Kratz traf zur Führung. Noch waren 58 Sekunden zu spielen. Keiner in der Halle saß noch auf seinem Platz. Die Fans unterstützten ihr Team in der Defensive. Kurz vorm Ablaufen der Uhr traf Levin Bohn mit einer Einzelleistung zum Ausgleich. Der Ball ging über die Hände von Rouven Hahn unter die Latte ins Netz – Abpfiff.
Trotz des Punktgewinns stand die Enttäuschung in den Gesichtern der TGO. Mirko Höfler: „Es fühlt sich mehr nach einem Punktverlust an, als nach einem Punktgewinn.“ Am Ende ein verdientes Unentschieden für die beiden Teams, die mit gutem Handball brillieren konnten. „Im Hinspiel konnten wir den Ausgleich mit der Schlusssirene erzielen, jetzt die Gäste. Ausgeglichene Gerechtigkeit“, sagte Mirko Höfler.
Noch nichts verloren
Für die TGO ist im Kampf um den Aufstieg noch nichts verloren. Sechs Spieltage sind noch zu absolvieren. In zwei Wochen treffen die beiden Kontrahenten Nieder-Olm und Friesenheim/Hochdorf direkt aufeinander. Aus Sicht der TGO darf diese Partie nicht unentschieden enden. Denn dann wäre sie durch die direkten Vergleiche im Hintertreffen und nur auf dem dritten Platz. Am Sonntag geht es um 17 Uhr zur HSG Eckbachtal. Eine weitere schwere Partie für die TGO.
https://nibelungen-kurier.de/dramatik-pur
Quelle/Autor: Nibelungen Kurier, Marcus Diehl 23.02.2026
Veröffentlicht am 24.02.2026 von Mirko Höfler













