TGO-Herren steigen in die Regionalliga auf / Perfekter Abschluss vom Trainer
Von Marcus Diehl › Am vorletzten Spieltag in der Oberliga Rheinhessen-Pfalz wurden vor vier Wochen einige Spieler und der scheidende Trainer Mirco Höfler verabschiedet. Zu diesem Zeitpunkt war nur zu hoffen, dass kurze Zeit später die Spielzeit noch vergoldet werden kann. Die Mannschaft hat die sich bietende Chance angenommen und mehr als performt. Zum richtigen Zeitpunkt waren sie dieses Mal topfit und mental dazu bereit. Die Spannung im Relegationsspiel konnte mit in die Aufstiegsrunde genommen werden.
Der Coach: „Das Entscheidungsspiel hat uns gutgetan. Es hat uns noch einmal auf ein anderes Level gehoben. Die Jungs haben noch einen weiteren Schalter umgelegt.“ Vor allem in Nieder-Olm haben sie ihr Meisterstück abgeliefert. Beim Rivalen und in einem Hexenkessel hatten sie die Nerven im Griff und haben eine Glamourleistung abgeliefert – mit einem Zuschauerrückhalt, der nicht in jeder Halle vorkommt.
Die Rote Wand stand beispiellos hinter ihrem Team. Beim unbedeutenden dritten Spiel gegen die HSG Wittlich war es ebenso der Fall, auch wenn das Resultat keine Rolle mehr spielte. Das Team wollte den Fans und vor allem seinem Aufstiegstrainer Mirco Höfler einen glanzvollen Abschied bereiten. In einigen Szenen fehlte sicherlich die letzte Anspannung – letztendlich wurde ein klarer und nie gefährdeter 33:29 (14:14) Heimsieg gefeiert. Trainer Mirko Höfler: „Es war eine Gratwanderung. Jeder sollte im Kader seine Spielanteile bekommen. Es war aber auch der Wunsch der Mannschaft, dieses Spiel nicht zu verlieren.“
Großes Urgestein
Der scheidende Coach Mirco Höfler wird sicherlich als einer der Großen im Verein in die Geschichte eingehen. Er ist ein echtes TGO?Urgestein. Sein ganzes Handballleben verbrachte er bisher bei der TG Osthofen. Viele Jahre als Spieler, als Jugendtrainer, als Co-Trainer und letztendlich seit Dezember 2019 als Cheftrainer. Seine alten Weggefährten beschreiben ihn, als einen akribischen Arbeiter. Ob es für die Trainingseinheiten galt, für die Spielvorbereitung und Videoanalysen – er war immer bestens vorbereitet.
Was er sich vorgenommen hat, wurde auch durchgezogen. Er war immer offen für neue Ideen, was für die Gestaltung der Trainingseinheiten gilt. Dem Zufall wurde nichts überlassen. Dazu ist er bestens vernetzt. Als Mensch und als Trainer hat er eine lange Zündschnur, wenn diese aber gerissen ist, konnte er auch den Hammer herausholen. Eine Anekdote aus seiner aktiven Zeit, unterstützt diese These. Es spricht auch für sein Naturell, die letzte Partie nicht zur Partymeile ausarten zu lassen. Beim Stand von 12:12 zog er die Auszeit, um mit einigen Worten das Team neu einzustellen.
Ganze Halle feiert
Nach dem Schlusspfiff war natürlich die Party freigegeben. Die Halle feierte mit Sprechchören ihren Coach. Er wurde aufgefordert, einige Worte zu sagen. So bescheiden wie er ist und mit viel Emotionen behaftet: „Danke an das Team.“ Nach Jahrzehnten in der Halle, wird er und seine Familie, ein neues Kapitel aufschlagen. Jetzt gilt es erst einmal, die handballlose Zeit auszukosten. Wer weiß, was die Zukunft für Mirko Höfler bringt. Ob die Hände noch einmal jucken, etwas Neues auszuprobieren. Auf jeden Fall wird er ewig ein TGO-Macher bleiben.
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Quelle/Autor: Nibelungen Kurier, Marcus Diehl 18.05.2026
Veröffentlicht am 19.05.2026 von Mirko Höfler
















